Ja nun – was aber ist Glück?

Darin sind sich wohl alle einig. Glück ist ein höchst individuelles Gefühl! (ja, Gefühl, nicht etwa Verstand, Denken, … niemand kann sich glücklich denken oder sich Glück einreden – reine sprachliche Affirmationen oder positives Denken allein führt zu gar nichts).

Ja, wie dann also? Glücklich fühlen?!

Genau. Hier unterscheidet man wiederum zwischen Zufallsglück (also dem plötzlichen Lottogewinn, der allerdings ebenso schnell wie es glücklich macht auch wieder absinkt in den Normalzustand) und dem Lebensglück, das ein manifestes  Wohl- und Zufriedenheitsgefühl ist.

Ein psychologischer Ansatz ist: Lebensglück ist das “harmonischen Zusammenwirken aller Gefühle einer gut organisierten Persönlichkeit”. Sodass auch wenn sich Lebensumstände (Familie, Arbeit etc.) wandeln, das persönliche Lebensglück relativ unverändert bleibt. Lebensglück wird als stabile Persönlichkeitseigenschaft definiert. Und aus meiner Sicht ist genau das trainierbar!

Bereits Plato (437 v. Chr.) postulierte, dass der Mensch nur glücklich sein kann, wenn die drei Teile der menschlichen Seele, Vernunft, Wille und Begehren im Gleichgewicht sind.

Für Aristoteles (348 v. Chr.) stellte sich Glückseligkeit (Eudaimonie) ein, wenn man im Einklang mit seinem »wahren Selbst« handelt, also selbstverantwortlich das tut, was einem liegt – sofern dies auf ein tugendhaftes Leben hinausläuft – wobei  hier die entstehende Freude eher eine Konsequenz von Taten ist als eine treibende Kraft.

Also alles lange bekannt und doch so ungeübt in unserer Zeit: das bewusste Schaffen von Glücksempfinden und Zufriedenheitsgefühl ist ein Zusammenwirken von Bewusstsein über sich selbst und bewussten Entscheidungen für sich selbst. Aus stabilem und stimmigen Wissen über mich selbst und meine Gefühls- und Denkwelt ebenso bewusste Entscheidungen zu treffen ist der Zugangscode zu einem zu-FRIEDEN-en Leben.

 

3 Schritte zum Lebensglück

1. Klarheit

„Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“ – frei nach dem Motto leben viele Menschen in ihren Mustern, ohne sich je Gedanken darüber zu machen, was sie wirklich innerlich bewegt, welche Leidenschaften in ihnen stecken, welche Potenziale noch gelebt werden wollen. Irgendwann dann – meist in Verbindung mit einem seelischen oder körperlichen Schmerz – stellen sie sich die Fragen nach dem Sinn des Lebens und ihrem Lebensglück. Spätestens dann ist der Zeitpunkt gekommen, sich auseinander zu setzen mit den angelernten Mustern und den intrinsischen Motivatoren und das eine vom anderen zu unterscheiden.

Bewusst werden – seiner selbst, seiner Persönlichkeitsmerkmale, seiner Verhaltensmuster – ist der Anfang der Veränderung.

2. Mut

„Das haben wir immer schon so gemacht, das machen wir weiter so“ ist der Feind der Veränderung. Jetzt heißt es bewusst dem „alten Trott“ zu widerstehen, sich neue Verhaltensmuster anzueignen und seine Persönlichkeitsmerkmale zu nähren! Das verlangt oft mutige Entscheidungen, denn nicht nur für uns selbst ist neues Verhalten und Denken ungewohnt, auch für unsere Umwelt ist das oft herausfordernd. Denn schlussendlich funktionieren wir ja dann nicht mehr so, wie zuvor. Doch Mut tut gut – es stärkt das Gefühl der Selbstsicherheit und nährt das Selbstvertrauen. So entsteht Stimmigkeit der Persönlichkeit, Authentizität… und die ist wahrlich ein gutes Ruhekissen. Für dich selbst und auch für andere.

3. Konsequenz

Schon Goethe sagte: „Erfolg hat drei Buchstaben: TUN“ Im konsequenten Handeln also liegen die Quellen für die Veränderung deiner Gefühlswelt. Tu, was dir Freude macht und du hast viel Freude und Fülle in deinem Leben. Und wenn es mal nicht so läuft, kannst du auf diese Freudemomente zurück referenzieren und es stellt sich das bereits erlebte und verankerten Glücksgefühl wieder ein. Denn unser Gehirn reproduziert sogar die Botenstoffe der Freude nur durch die starke Erinnerung.

 

Wie glücklich bist du?

Wenn du das wissen willst mach diesen kleinen Selbsttest.

Der von der WHO bereit gestellte Selbsttest zeigt dir ganz schnell auf, wie zufrieden oder unzufrieden du bist. Du kannst ihn jederzeit situativ wiederholen.

–> GLÜCKSTEST <–

Wie du dir selbst auf die Schliche kommst und dich mutig aufmachst zu deinem Lebensglück habe ich anhand meines eigenen Lebens und Hunderter Coaching-Kunden in eine Schritt-für-Schritt Anleitung gepackt. „Mach Dich glücklich!“ ist ein Mitmach- und Mutmachbuch für alle, die ihres eigenen Glückes Schmied sein wollen.

 

Mach-Dich-Glücklich-Liste

Hier schon einmal ein kleiner praktikabler Tipp: Ich habe mir selbst schon seit Jahren eine „Marion´s Glücksdoping-Liste“ angelegt. Auf ihr stehen viele kleine und größere Ideen, die mich schnell glücklich machen. Wenn meine Laune also mal in den Keller sinkt, zücke ich meine Liste und mache eines der dort notierten Dinge, z.B. ein Stück Sachertorte holen und genüsslich verspeisen oder an meinen Lieblingsort fahren und fotografieren oder einfach nur einen schönen Film schauen…. Da stehen soooo viele Impulse für mich und mein Glücksgefühl drauf, da werde ich immer fündig! Und sobald ich eine Kleinigkeit getan habe (siehe Goethe „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“), geht es mir schlagartig besser. Was natürlich biologisch leicht erklärbar ist: 1. Ich baue Adrenalin ab, indem ich etwas tue; 2) ich führe mir Gutes zu und bekomme dafür Endorphine geschenkt. Schwups ist die Laune wieder ausbalanciert.

Und damit dir dazu Ideen sprühen, hier meine Ideen-Impulse für dich:

  1. Lieblingsmusik laut hören und tanzen dazu
  2. Leckeres zubereiten und essen
  3. Sport – egal was: Joggen, Yoga, irgendwas
  4. Meditation raussuchen, bequem sitzen und einfach reinhören
  5. Stell dir dein intensivstes Freudeerlebnis vor! Lass es vor dir ablaufen wie einen Film: mit Ton und Bild und Gefühl
  6. Fang an zu planen… den nächsten Urlaub, ein Fest, eine Aktion egal was! Recherchiere dazu im Internet, lies Zeitschriften dazu
  7. Nimm ein schönes Bad mit Verwöhnelementen (Kerzen, Musik, Drink, Duft)
  8. Ruf deine lustigste Freundin/Freund an und sag ihm … du brauchst eine Einheit Lachen!
  9. Guck einen lustigen Film
  10. Hol dir dein Lieblingsparfum und sprühe dich damit ein oder brühe dir deinen Lieblingstee auf und rieche hinein, trinke jeden Schluck bewusst
  11. Putzen! Wer das gerne mag, kann sich Zufriedenheit generieren, wenn die Wohnung wieder blitzblank ist
  12. Lies in deinem Dankbarkeits-Tagebuch – da stecken die meisten guten Gefühle drin! Wirkt definitiv sofort gegen Depressionen 😉
  13. Spielen – mach ein lustiges Spiel: mit dir selbst oder noch besser mit Mitspielern

Führe du auch deine persönliche Glücks-Doping-Liste und ergänze sie immer wieder. Dann hast du schon viel in der Hand um dein eigenes Glück zu schmieden!

Viel Glück dir.

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